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Baugeschichte

Die Hauptkirche St. Marien wurde 1487 bis 1491 erbaut. Der Begriff "Hauptkirche" steht für die älteste Kirche in Suhl. Aus dieser Zeit sind noch Teile der Außenmauern erhalten.

Die Kirche ist dreimal abgebrannt: 1590, 1634 und 1753. Der heutige Bau entstand nach dem letzten Brand in den Jahren 1757-1761. Der Turm wurde 1769 fertiggestellt. Maßgeblich wurde der bau von den Suhler Baumeistern Kober, Steigleder und Gerbig ausgeführt. Altar, Kanzel, die Stuckarbeiten und weitere Innenarbeiten wurden von dem Bildhauer Klemm und den Malern Reinhardt und Mey aus Hildburghausen gestaltet.

Die Hauptkirche St. Marien ist ein einzigartiges Zeugnis evangelischen Kirchenbaus im Rokokostil nördlich der Mainlinie. Die heiter-festliche Gestaltung des Innenraums verdeutlicht die christliche Freude über Gottes Schöpfung und die Christ Auferstehung. Altar, Kanzel und darüber hinaus die Orgel bilden eine schwungvolle Einheit. Der Kanzelaltar ist aus Holz, die Pfeiler sind marmoriert. Die Figuren sind mit polierter Kreide und Blattgold belegt: links Mose mit den Tafeln der 10 Gebote; rechts Johannes der Täufer, der auf das Lamm als Sinnbild des leidenden Christus zeigt. Zur Originalausstattung gehören auch Lesepult, Taufständer und Kristalllüster.

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Ausstattung

Die an der Decke gegenübergestellten Engeldarstellungen verdeutlichen das Zentrum der evangelischen Verkündigung: der Engel mit dem geflammten Schwert und den 10 Geboten erinnert an Gottes Recht; der Engel mit dem Kreuz und der Bibel symbolisiert Gottes hingebende Liebe und vergebende Gnade.

Die Emporenbrüstungen tragen Muschelwerk und Engelköpfchen. Alle Stuckonramente sind mit Blattsilber belegt und grün/blau gelüstert und teilweise wieder mit Blattgold versehen.

Neu entdeckt wurden bei der Renovierung 1969-74 Wand- und Deckenmalereien in der Sakristei, die vom 2. Kirchenbau 1658 stammen.

Die Orgel wurde 1757-62 von J. M. Wagner aus Schmiedefeld am Rennsteig erbaut. Sie hat 2 Manuale, Pedal, 29 Register (rund 3000 Pfeifen) auf Schleifladen mit mechanischer Traktur. Sie wurde 1971/72 durch die Orgelbaufirma Schönfeld aus Stadtilm völlig erneuert. Der Orgelprospekt hat klingende Pfeifen, darüber links das Henneberger Wappen; rechts das Wappen der Stadt Suhl.

 

Außengestaltung

Die Außenfassade erhielt ihre Farbgebung 1972/74.

Die Inschrift über dem Haupteingang lautet: "Dies heilige Gebäude, das am 1. Mai 1753 ausbrannte, wurde zu restaurieren und zu erneuern begonnen am 4. Mai 1757.

Im Giebel versinnbildlicht der sich opfernde Pelikan, der mit seinem Blut die Jungen am Leben erhält, das Opfer Jesu Christi für die Menschen.

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Das Relief an der Nordseite stellt die biblische Erzählung von der blutflüssigen Frau dar, die von Jesus geheilt wird: Dein Glaube hat dir geholfen.

Das Relief an der Südseite zeigt das Gleichnis Jesu vom Sämann: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren und bringen Frucht in Geduld. Diese Relieftafeln stammen aus dem Jahr 1949, dem Jahr nach dem Ende des 30jährigen Krieges, in dem auch die Stadt Suhl und diese Kirche stark gelitten haben.

An der Südseite befinden sich außen weitere 3 Schrifttafeln. Eine bezieht sich auf die Gründung der Kirche und zwei auf die weitere Baugeschichte. Dazu sieht man 4 Köpfe, die Kroatenköpfe genannt werden. Vermutlich waren es Konsolen früherer Gewölberippen.

 

Nutzung

Die Hauptkirche St. Marien wird regelmäßig von den evangelischen Christen in Suhl für Gottesdienste und Konzerte genutzt. Gottesdienste werden sonntags um 9:30 Uhr oder 10:00 Uhr im Wechsel mit der Kreuzkirche (Ende des Steinwegs) gefeiert.

In den Sommermonaten finden sonnabends alle 14 Tage Orgelkonzert in der Haupt- oder der Kreuzkirche statt. In der Hauptkirche finden ca. 8-10 Chor- und Orchesterkonzerte statt.

Die Hauptkirche ist von Mai bis Oktober von Montag bis Samstag geöffnet.


Events

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21.09.2018 12:00 - 12:20

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29.09.2018 18:00 - 19:00

Ansprechpartner

Torsten Röpke
Küster Hauptkirche

Telefon: 03681/ 807322

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Ansprechpartnerin

Heike Schwanholt
Gemeindepädagogin

Telefon: 03681 / 41 35 168

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